Kündigung der Lufthansa war rechtens Drucken E-Mail
Geschrieben von: Daniel Frey   
Dienstag, 07. April 2009 um 14:05

Gemäss einer Meldung des schwulen Newsportal queer.de hat das Arbeitsgericht Frankfurt entschieden, dass die Lufthansa dem 43-jährigen Flugbegleiter Toshi Uto zu Recht gekündigt hat.

Der 43-jährige Toshi hat die Kündigung erhalten, weil er sich mit seinem 17-jährigen Partner in einem Hotel in Japan traf und von der Polizei verhaftet wurde. In Japan herrscht zwar ein nationales Schutzalter von 13 Jahren, allerdings können diverse lokale Jugendschutzgesetze davon abweichen.

Das Arbeitsgericht befand, dass ein derartiger Vorfall zu Ansehensverlust und wirtschaftlichem Schaden bei einer Firma wie der Lufthansa führen könne und deshalb die Kündigung gerechtfertigt sei. Zudem hätte Toshi als gebürtiger Japaner wissen müssen, dass in gewissen Gegenden Japans andere Schutzalter gelten.

Die Personalvertretung der Lufthansa stand immer hinter Toshi: "Müssen wir nun alle im Ausland Angst haben, selbst wenn wir nach bestem Wissen und Gewissen handeln? Werden wir im Zweifelsfalle allein gelassen?", hiess es in einer veröffentlichten Erklärung. Die Lufthansa muss sich nun den Vorwurf gefallen lassen, dass die Lufthansa aus homophoben Gründen gegen den Flugbegleiter vorging: "Es ist kaum vorstellbar, dass man vor Ort eine Rufschädigung für Lufthansa vermuten würde, wenn es sich um eine 17-jährige Lebensgefährtin gehandelt hätte".

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