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| Im Prinzip friedlich |
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| Geschrieben von: Daniel Frey |
| Sonntag, 18. Juli 2010 um 17:25 |
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Die Parade der diesjährigen EuroPride in der polnischen Hauptstadt Warschau war kaum gestartet, als die ersten Eier, Flaschen und Rauchbomben in Richtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer flogen. Sogar mit Weihwasser wurden die Marschierenden besprengt. Und auf Transparenten war u.a. zu lesen: "Sodomie hat keine Zukunft".
Homosexualität ist in Polen noch immer ein Tabu. Welchen Riesenschritt aber gerade Warschau in den letzten Jahren gemacht hat, fiel am Samstag wieder auf. Schaulustige Familien mit Kindern hatten sich nicht nur entlang der Marschroute aufgestellt, viele liefen gleich in dem fröhlichen Zug mit. Noch vor fünf Jahren wurde der CSD in Warschau vom damaligen Bürgermeister verboten, eine Gegendemonstration aber bewilligt. Im Vorfeld der EuroPride wurden fünf Gegendemonstrationen angemeldet. Und so wurde der Umzug durch die Innenstadt von 2000 Bereitschaftspolizisten beschützt. Die Polizei bestätigte die Festnahme von acht rechtsradikalen Gegendemonstranten. Ein Polizist wurde bei Auseinandersetzungen mit Neofaschisten schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Rechtsradikale und Neonazis veranstalteten einen Marsch zur Förderung der "nationalen Ehre". Und Teilnehmer des "Marsches zur Verteidigung der christlichen Wurzeln Europas" verteilten Bibeln. Doch die Marschierenden der Pride liessen sich von den Gegendemonstranten nicht irritieren. Begleitet von lauter Musik zogen sie bei Temperaturen von mehr als 35 Grad zum mehrere Kilometer entfernten Verfassungsplatz und forderten so vor allem die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Ausser der Linken ist in Polen keine politische Kraft zu Zugeständnissen in dieser Frage bereit. Beteiligung aus der Schweiz Aus der Schweiz hat an der EuroPride u.a. auch eine Delegation von Amnesty International teilgenommen. Tobias Mäder schreibt auf der Website von Queeramnesty, dass die Pride trotz den Gegendemonstrationen "ein Riesenerfolg" war. Zudem habe es die Pride "geschafft, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen, jetzt sei das Fundament für einen aktiven Dialog über LGBTIQ-Rechte gelegt". |
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