Nachrichten aus der schwulesbischen Welt ...
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Blutspendeverbot soll fallen |
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Geschrieben von: Daniel Frey
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Dienstag, 07. September 2010 um 14:22 |
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Das generelle Blutspendeverbot für schwule Männer soll gemäss einem Artikel der "Zentralschweiz am Sonntag" fallen. Als erste Bundesratspartei fordert die CVP, dass das diskriminierende Verbot gelockert wird. Der Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK bestätigt, dass über den Sommer interne Diskussionen stattgefunden haben. Seit den Achtziger Jahren gilt für schwule Männer ein lebenslängliches Blutspendeverbot. Verschiedene schwule Organisationen fordern schon seit Jahren, dass nicht die sexuelle Orientierung, sondern das Risikoverhalten ausschlaggebend sein sollte, um die Übertragung von HIV durch Bluttransfusionen zu verhindern. Nun endlich kommt Bewegung in die Sache. Die Fachgruppe Homosexualität der CVP hält in ihrem Positionspapier fest, dass es übertrieben und diskriminierend sei, Männern, die seit 1977 gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte hatten, von der Blutspende auszuschliessen. Rudolf Schwabe, Direktor des Blutspendedienstes SRK, weist darauf hin, dass auf europäischer Ebene der intensive Gespräche. Sollten diese zu einer Lockerung führen, würde die Schweiz sich anschliessen. Eine komplette Aufhebung des Blutspendeverbots scheint allerdings noch nicht in Nähe. Gemäss Schwabe wird eine Lockerung diskutiert, etwa dass der Begriff "lebenslänglich" gestrichen wird und Schwule statt dessen künftig spenden dürfen, wenn sie während einer gewissen Zeit keine gleichgeschlechtlichen Sexualkontakte hatten. >Spende Blut? Rette Leben? >Ist unser Blut zu warm? >Aktion "Schwule Blut" gayRadio vom 27. Februar 2010: Kundgebung vor dem Blutspendezentrum in Zürich
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Podium "Coming-Out in der Familie" |
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Geschrieben von: Daniel Frey
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Sonntag, 05. September 2010 um 16:39 |
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Wikipedia definiert trocken und wie folgt: "Coming-Out bezeichnet zumeist den individuellen Prozess, sich seiner eigenen gleichgeschlechtlichen Empfindungen bewusst zu werden, dies gegebenenfalls dem näheren sozialen Umfeld mitzuteilen und im Endeffekt selbstbewusst mehr oder weniger offen als Lesbe, Schwuler oder Bisexueller zu leben." Unsere heterosexuellen Eltern haben uns heterosexistisch erzogen - grad so, wie wenn Linkshänder zur Rechtshändigkeit gezwungen werden. Deshalb fällt auch der Prozess des Coming-Out nicht immer leicht, ist von Schuldgefühlen und Selbsthass geprägt und nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Und auch nach dem vollbrachten Coming-Out müssen wir uns in einer fremden Umgebung (beispielsweise an einem neuen Arbeitsplatz) immer wieder die Frage stellen, ob und wie wir unsere sexuelle Identität offenbaren. Unter der Leitung von Daniel Frey (gayRadio.ch) diskutieren über das Coming-Out in der Familie u.a. Sandra Huwyler (Mutter eines schwulen Sohnes), Roland Grisoli (schwuler Vater), Alex Truffer (Kulturmacher) und Andrea Beer (HAB-Lesbenberatung). Organisiert wird das Podium von der Lesbenorganisation Schweiz LOS. Freitag, 8. Oktober 2010, 19.30 Uhr Le Cap, Predigergase 3, 1. Stock, Bern Eintritt inkl. Apéro CHF 15.- (CHF 10.- für StudentInnen/AHV) |
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Fachtagung S.O.S. |
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Geschrieben von: Daniel Frey
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Freitag, 03. September 2010 um 14:06 |
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"Sexuelle Orientierung in den Schulen" ist das Thema einer Fachtagung vom 30. Oktober 2010 an der Universität Zürich. Dies ist in diesem Rahmen die fünfte Tagung seit 2006. Ziel ist, die sexuelle Orientierung in den Schulen zu thematisieren. Damit soll der Diskriminierung gleichgeschlechtlich liebender Jugendlicher entgegengewirkt und die Akzeptanz ihnen gegenüber gefördert werden. Eine Metastudie belegt eine wesentlich höhere Suizidrate und schlechtere Gesundheit unter gleichgeschlechtlich liebenden Jugendlichen und weist den Zusammenhang nach mit Ignoranz, Diskriminierung, Diffamierung und homophober Gewalt. An der Tagung werden Lehrkräfte, Politiker, Erziehungsbehörden, pädagogische Hochschuldozenten und Studenten und in der Jugendarbeit Tätige angesprochen. Denn im Schulunterricht können Berührungsängste der Thematisierung im Weg stehen. Ausserdem wird das Thema an den pädagogischen Fachhochschulen kaum behandelt und es fehlen daher letztlich oft vertiefte Kenntnisse des Themas. Themen werden an der Tagung unter anderem die Legitimation des Themas für die Schule, der Prozess des Coming-Out und Methoden zur Behandlung der sexuellen Orientierung im Schulstoff sein. Einen wichtigen Bestandteil bilden auch die Workshops. Die Teilnehmer werden für Probleme gleichgeschlechtlich liebender Jugendliche sensibilisiert, lernen Berührungsängste abzubauen, homophobe Konflikte in der Schulklasse und auf dem Pausenplatz zu erkennen. Verantwortlich für die Tagung ist die Fachgruppe Bildung. Sie wird getragen von Pink Cross, der LOS und FELS. |
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Schweiz will Schwulen nach Uganda ausweisen |
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Geschrieben von: Daniel Frey
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Freitag, 03. September 2010 um 13:32 |
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Das Bundesamt für Migration (BFM) verweigert dem schwulen Ugander B.F. in der Schweiz Asyl. Dass Homosexualität schon jetzt in Uganda verboten ist und die Gesetze gegen Homosexuelle weiter verschärft werden sollen, bis hin zur Todesstrafe, genügt für das BFM nicht, um B.F. Asyl zu gewähren. Pink Cross protestiert gegen diesen Entscheid und erwartet, dass eine Beschwerde gegen den BFM-Entscheid Erfolg hat. Es "ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte dafür, dass dem Gesuchssteller im Falle einer Rückkehr in den Heimatstaat mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit eine durch Artikel 3 EMRK verbotene Strafe oder Behandlung droht" schreibt das BFM in gestelztem Amtsdeutsch. Das Bundesamt ignoriert den Umstand, dass Homosexualität in Uganda verboten ist und ein Gesetzesentwurf, der vor dem ugandischen Parlament liegt, Schwulen lebenslange Haft oder unter Umständen gar die Todesstrafe androht. Allein sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einzusetzen, wäre gemäss dem Gesetzesentwurf strafbar. Gegen diesen Gesetzesentwurf hat das europäische Parlament in einer Resolution vom letzten Dezember protestiert. Uganda droht, sollte das Gesetz in Kraft treten, eine Reduktion der Entwicklungshilfe aus der EU. Trotzdem findet das BFM dass "weder die im Heimatstaat des Gesuchsstellers herrschende politische Situation noch andere Gründe" gegen die "Zumutbarkeit der Rückführung in den Heimatstaat" sprechen. |
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"Wenn einer verantwortlich ist, dann bin ich es" |
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Geschrieben von: Daniel Frey
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Donnerstag, 02. September 2010 um 14:22 |
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Kubas Revolutionsführer Fidel Castro habe keine Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben. In einer mexikanischen Zeitung erklärte er, dass die Verfolgung von Homosexuellen in den Anfangsjahren seiner Herrschaft unrecht war: "Wenn einer verantwortlich ist, dann bin ich es", sagte der 84-Jährige im Interview. "Wir hatten so viele und so grosse Probleme, bei denen es um Leben und Tod ging, dass wir dem Thema gegenüber nicht genügend Aufmerksamkeit haben aufbringen können", erklärte er auch im Hinblick auf die zahlreichen Versuche der US-Geheimdienste, ihn persönlich aus dem Weg zu räumen. Er selber habe keinerlei Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen. Hinter den Bemühungen Schwulen und Lesben mehr Rechte zugeben, steckt Mariela Castro, die Nichte von Fidel Castro und Tochter des jetzigen Staatschef Raúl Castro. Als Direktorin des Kubanischen Nationalen Zentrums für Sexualerziehung kämpft sie darum, Homosexualität im kubanischen Familienrecht anerkennen zu lassen. |
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